Resident Evil Village: Finale Preview zum Söldner-Modus – IGN First

Resident Evil Village: Finale Preview zum Söldner-Modus - IGN First

Wer ins Zombie-Geschäft einsteigen und unter den Untoten aufräumen möchte, sollte künftige Mitarbeiter*innen vor den Modus Die Söldner von Resident Evil Village setzen. Hierbei handelt es sich um den perfekten Bewerbungstest: Die rasante Action stellt die Fähigkeiten zu schießen und die Nahkampffähigkeiten auf die Probe und funktioniert obendrein hervorragend als ultimativer Persönlichkeitstest. IGN durfte in den Capcom-Büros in Osaka, Japan exklusiv den Söldner-Modus testen. Dabei konnten wir die erste Phase des Modus spielen, die aus mehreren Bereichen besteht.

Für Fans der Reihe wird das Freispielen von Die Söldner Erinnerungen wecken. Es hat etwas Vertrautes, denn schon vergangene Resident Evil-Titel sowie das Stand-alone-Game, das 2011 für den 3DS auf den Markt kam, setzten auf diesen beliebten und rasanten Action-Modus. Resident Evil 6 war allerdings der letzte Teil der Hauptreihe, in dem Fans den Modus finden konnte. Das macht Village nach über acht Jahren Pause zum ersten Resident Evil-Teil der Hauptreihe, der mit Die Söldner ausgestattet ist.

Die Regeln sind einfach: In jeder Runde müsst ihr so viele Feinde wie möglich ausschalten und ein Ziel erreichen, ehe die Zeit um ist. Nur das Ziel zu erreichen – das erst erscheint, sobald ihr eine gewisse Anzahl von Feinden ausgeschaltet habt – reicht nicht aus, um in den nächsten Bereich vorzurücken. Die meisten Fans werden jedoch mehr wollen: In Die Söldner dreht sich alles darum, in jeder Phase so viele Feinde wie möglich auszuschalten und das so schnell wie möglich, denn die Anzahl der ausgeschalteten Feinde und die Zeit, die euch noch geblieben ist, werden zu eurer Punktezahl verrechnet.

Die Phase, die wir spielten, war im Dorf angesiedelt, dem Haupthandlungsort des Spiels. Der erste Bereich war ziemlich simpel. In späteren Bereichen befinden sich die Feinde aber auch auf Mauern und Dächern. Das bedeutet, dass ihr euren Spielstil anpassen müsst, um auch vertikal reagieren zu können.

Bevor es in einen neuen Bereich geht, werdet ihr in einen Raum des Hauses geschickt, zum Waffenhändler, dem Duke. In diesem Raum findet ihr einiges an kostenfreier Munition und beim Duke kauft ihr Waffen, Munition, Erste-Hilfe-Sets und mehr. Wie im Spiel selbst könnt ihr auch im Söldner-Modus Waffen-Upgrades durchführen. Erinnerungen an Resident Evil 4 werden wach. Ihr könnt die Durchschlagskraft eurer Waffen anpassen, ebenso wie die Feuerrate, die Geschwindigkeit, mit der ihr nachladen könnt und die Kapazität des Magazins. Dadurch wird der Söldner-Modus zum Strategiespiel und das in einem Ausmaß, das man in vergangenen Versionen vermissen mochte.

Bei eurer Vorbereitung solltet ihr einige Dinge beachten. Die Art des Feindes gilt es ebenso zu bedenken wie das Layout des nächsten Bereichs in dem ihr spielen werdet. Wählt eure Waffen also auch anhand dieser Faktoren und konzentriert euch bei der Auswahl auf ein oder zwei der vielen Waffen, die ihr auf dem Weg aufsammeln könnt. Besonders wichtig ist allerdings eines: Eure persönlichen Präferenzen und diese zu verstehen, geben den Ausschlag für einen Sieg. Wenn ihr lieber die Schrotflinte wählt, dann verseht sie mit so vielen Upgrades, wie eure Möglichkeiten hergeben. Da kann es sich auch lohnen, andere Waffen zu verkaufen, um ein weiteres Upgrade für diese eine eure Lieblingswaffe zu erlangen. Im Söldner-Modus geht es schließlich auch um Mut und der wird belohnt. Habt ihr den Mut, euch von wertvollen Waffen zu trennen, um alles auf eine Karte zu setzen?

In der ersten Phase 30 Kreaturen innerhalb der vorgegebenen Zeit auszuschalten, ist nicht besonders schwierig. Mit jedem Feind, den ihr ausschaltet, gewinnt ihr ein paar Sekunden Zeit dazu. Indem ihr euch den gelben Orb schnappt, erhaltet ihr weitere 30 Sekunden. Das ist sogar überaus großzügig berechnet. Sobald das Ziel erscheint, erscheint auch die Anzahl der verbliebenen Feinde und es gilt, diese aufzuspüren und auszuschalten. Mit jeder Phase wird es natürlich schwieriger, gegen die Scharen zu bestehen. Dennoch: Die wahre Herausforderung des Söldner-Modus liegt darin, den eigenen Punktestand zu überbieten.

Wer im Umgang mit First-Person-Shootern nicht geübt ist, wird die Strategie-Elemente des Spiels begrüßen. Natürlich müsst ihr beweisen, dass ihr nicht nur schießen, sondern auch zielen könnt. Auch im Nahkampf müsst ihr euch behaupten. Aber um eure eigenen Stärken zu wissen und eine Strategie vorzubereiten, die zu euren Stärken passt und euch die Herausforderung meistern lässt, ist noch viel wichtiger.

In jedem Bereich sind mehrere blaue Orbs versteckt. Jeder dieser Orbs gestattet es euch, euch mit verschiedenen Fähigkeiten auszustatten. Wählt weise, denn diese Fähigkeiten bleiben euch bis zum Spielende erhalten!

Mit unserem ersten blauen Orb wählten wir die Fähigkeiten Blade Master, Slow Motion und Super Guard. Das bedeutete, dass unsere Messerangriffe 5-fachen Schaden anrichteten, die Geschwindigkeit der Angreifer*innen verringert wurde und wir weniger Schaden einsteckten, wenn wir Angriffe abwehrten. Da wir uns vor allem in den Nahkampf stürzen wollten, war die Option Blade Master offensichtlich. Doch damit fing es erst an. Nachdem wir über weitere blaue Orbs stolperten, konnten wir uns schneller bewegen, wenn wir mit einem Messer ausgestattet waren und der Schaden, den wir einstecken mussten, wenn wir angegriffen wurden, wurde deutlich reduziert. Uns wurde bewusst, dass wir effektiv einen Nahkampfexperten ausgebildet haben. Aber natürlich hätten wir uns stattdessen auch einen Profi im Umgang mit Maschinenpistole, Scharfschützengewehr und vielen weiteren Waffen und Spielarten aufbauen können. Fähigkeiten gestatten es euch, euren Charakter – ähnlich wie in RPGs – aufzubauen. Das geschieht in Resident Evil Village aber natürlich in einfacherer, abgespeckter Version. Schließlich steht die rasante Action im Mittelpunkt.

Fest steht: Wenn ihr blaue Orbs findet, dann ist es wichtig, eine Fähigkeit zu wählen, die zu der Waffe passt, die ihr zuvor im Shop des Dukes gekauft habt. Wenn ihr großen Wert auf die Schrotflinte legt, dann macht es wenig Sinn, eure Fähigkeiten im Umgang mit der Pistole auszubauen. Hier gilt es, herumzuexperimentieren, um zu sehen, was zu eurem Spielstil passt und euch inmitten der turbulenten Action am meisten dient.

Ein jeder von uns, der den Söldner-Modus testen durfte, wählte einen anderen Schwerpunkt. So brachte Hiroshi, IGN Japans FPS-Experte, ein Scharfschützengewehr als Hauptwaffe ins Spiel. Daniel, IGN Japans Chefredakteur, wählte die Maschinenpistole.

Die Waffen waren bei unseren Spieldurchgängen aber nicht der einzige Unterschied. Wir alle gingen auf unterschiedliche Art und Weise mit der gegebenen Zeit und der Zahl der verbliebenen Feinde um. Während der eine lieber dem Ziel entgegenrannte, gaben andere nicht auf, bis auch der letzte Feind ausgeschaltet war. Hiroshi entschied sich dafür, die Feinde per Kopfschuss auszuschalten. Daniel passte seinen Stil der Situation und der Art des Gegners an.

Es ist spannend die Möglichkeiten zu sehen, die der Söldner-Modus bietet, sei es die Auswahl der Waffen, die Arten, den Charakter auszubauen oder schlichtweg die eigene Persönlichkeit. Ab dem 7. Mai könnt ihr euch selbst am Söldner-Modus versuchen, denn dann ist Resident Evil Village im Handel erhältlich.

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